verhalten bei schaden

Wie verhalte ich mich im Schadensfall?

Im Laufe Ihres Lebens ist es gut möglich, dass Sie als Hundebesitzer Ihre Haftpflichtversicherung mehr als einmal bemühen müssen. Ob Hundehaftpflicht oder eigene Haftpflicht – bei beiden gilt derselbe Grundsatz im Falle eines Schadens: erst einmal Ruhe bewahren. Solange Sie sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, haben Sie auch nichts zu befürchten.

Gerade noch sind Sie gemütlich mit Ihrem Hund den Gehweg heruntergegangen, schon ist es passiert! Der treue Begleiter entdeckt einen Reviernachbarn auf dem gegenüberliegenden Gehweg, es folgen Bellen und Zerren, ein Radfahrer stürzt und das Geschrei ist umso größer. Rad kaputt, genauso wie das neue Smartphone.

Ruhe bewahren

Egal was auch passiert sein mag: Bevor Sie nicht Rücksprache mit Ihrer Versicherung gehalten haben, akzeptieren Sie keine Forderungen auf Schadensersatz und nehmen in keinem Fall gar selbst Geld in der Hand. Damit erlöschen alle Ihre Berechtigungen, die Hundehaftpflicht in Anspruch zu nehmen.
Tauschen Sie die Personalien aus, besprechen Sie alles ruhig und besonnen, und melden Sie den Schaden wahrheitsgemäß direkt, spätestens aber nach einer Woche Frist, Ihrer Versicherung. Wichtig ist, dass Sie immer Ihr Möglichstes getan haben, um einen Schaden abzuwenden. Das heißt, Sie sollten nach Möglichkeit Ihren Hund anleinen und – entsprechend Ihrer Möglichkeiten – im Falle einer direkten Gefahr eingreifen. Immer vorausgesetzt, Sie setzen nicht Ihre eigene Gesundheit dabei aufs Spiel. Niemand wird von Ihnen erwarten, dass Sie sich todesmutig vor ein Auto oder zwischen zwei ineinander verbissene Hunde werfen.

Alles wird seinen Gang gehen

Bevor ein Geschädigter dann überhaupt Geld erhält, wird die Versicherung erst den Hergang und den damit verbundenen Anspruch prüfen. Liegt die Schuld bei Ihnen beziehungsweise Ihrem Hund, wird sie auch zahlen. Sofern Sie nicht grob fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt haben. Sollten Sie sich einer unberechtigten Forderung ausgesetzt sehen, müssen Sie sich erst recht keine Sorgen machen. Sie genießen, wie bei jeder anderen Haftpflicht, eine Art privaten Rechtsschutz. Das heißt, Ihre Versicherung übernimmt die Kosten Ihrer Rechtsvertretung, wenn Sie diese benötigen. Es liegt ja auch im Interesse der Versicherung, unberechtigte Forderungen von Dritten abzuschmettern.

Egal was ist, Ihre Hundehaftpflicht ist für Sie und Ihren Hund da

Die Versicherungen unterscheiden im Schadensfall zu Lasten Ihrer Hundehaftpflicht zwischen Personen-, Sach-, Vermögens- und Mietsachschäden. Sollte also Ihr Hund den Postboten beißen, entsteht zunächst ein Personenschaden, da dem Mann eine Verletzung zugefügt wurde. Damit einher gehen natürlich eventuelle Forderungen nach Schmerzensgeld und Behandlungskosten. Einmal annehmend, der Postbote ist dabei schwer gestürzt und hat sich das Hüftgelenk gebrochen, fällt er zudem für einige Wochen auf der Arbeit aus. Damit entstehen seinem Arbeitgeber Kosten, da Krankengelder gezahlt werden müssen. Dies ist dann ein Vermögensschaden. Bei einem selbstständigen Handwerker wiegen diese meist noch höher, da die Versicherung dann den ausfallenden Stundensatz bezahlen muss und eventuelle Kosten durch platzende Aufträge. Wenn sich der Postbote bei dem Sturz auch noch sein Hemd zerrissen hat, so ist dies dann ein typischer Sachschaden. Ein übliches Beispiel für einen Mietsachschaden wäre beispielsweise das Zerkratzen einer Hoteltür durch Ihren Hund.

All diese Kosten werden bis zu einer genau geregelten Deckungssumme von Ihrer Hundehaftpflichtversicherung übernommen. Ohne eine solche wären Sie derartigen Forderungen unmittelbar und unbegrenzt ausgesetzt. Es ist also in Ihrem Sinne sowie dem eventueller Begleiter Ihres Hundes, sich gegen solche Forderungen für einen kleinen Beitrag im Monat abzusichern.

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