hundeversicherung wechseln

Hundeversicherung kündigen oder wechseln – so geht’s

Eine Hundeversicherung kündigen oder wechseln zu wollen, kann durchaus vorkommen. Das Leben ändert sich, Dinge kommen oder gehen. Vielleicht mussten Sie Ihren treuen Vierbeiner abgeben, vielleicht sind Sie aber auch mit der Leistung der Hundeversicherung nicht mehr zufrieden und möchten zu einem anderen Anbieter wechseln. Doch vor dem Wechsel steht die Kündigung. Und diese hat, je nach Versicherung, ganz unterschiedliche Wege und Voraussetzungen.

Vorher ist also erst einmal zu beachten ob es sich um eine Hundekrankenversicherung oder Hunde-OP-Versicherung oder eine Hundehaftpflichtversicherung handelt. Allen drei ist gemein, dass sie üblicherweise für 1 Jahr abgeschlossen werden. Bei Jahresverträgen gelten die üblichen Kündigungsregeln von 3 Monaten Kündigungsfrist.

Diese Dinge sollten Sie bei Ihrem Kündigungsschreiben beachten. »

Hundeversicherung kündigen: Hundehaftpflicht

Zunächst bietet sich dem Versicherungsnehmer also die ordentliche Kündigung. Im Falle eines üblichen Jahresvertrages sollten Sie also dem Versicherer Ihres Hundes spätestens drei Monate vor dem Vertragsjahresende eine Kündigung zukommen lassen. Diese Kündigung sollten Sie zur Sicherheit immer schriftlich aufsetzen und mit einem Beleg verschicken. So können Sie im Fall der Fälle auch nachweisen, dass Sie wirklich gekündigt haben. Sollten Sie diese Frist versäumen, verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr.

Sollten Sie direkt einen Vertrag über mehr als ein Jahr abgeschlossen haben, so können Sie spätestens 3 Monate vor Ende des dritten Jahres kündigen. Sie sind allerdings auch berechtigt, bereits vorher Ihren Vertrag aufzulösen. Dazu muss aber ein Ereignis vorausgegangen sein, auf Grund dessen Sie die Hundeversicherung kündigen wollen.

Die außerordentliche Kündigung

Dies kann eine außerordentliche Kündigung auf Grund einer Erhöhung der Versicherungsprämie sein. Zum Abschluss der Police zur Hundehaftpflicht haben Sie und die Versicherung einen bestimmten monatlichen Beitrag vereinbart, der Ihre finanzielle Sicherheit im Schadensfalle gewährleistet. Sollte Ihre Versicherung allerdings diese Prämie erhöhen, sind Sie berechtigt zu kündigen. Die Höhe dieser Erhöhung ist dabei völlig unerheblich. Vor 1994 waren es mindestens 10%, inzwischen reicht jede Veränderung zu Ungunsten des Versicherten. Wichtig ist nur, dass Sie die Kündigung innerhalb eines Monats einreichen, nachdem Ihnen diese Erhöhung mitgeteilt wurde.

Im Falle des Schadensfalles sind Sie ebenfalls berechtigt, außerordentlich zu kündigen. Egal ob Ihre Versicherung einen eingereichten Schaden beglichen oder die Regulierung abgelehnt hat – Sie sind berechtigt, den Vertrag mit der Versicherung aufzulösen. Wie bei der außerordentlichen Kündigung wegen einer Erhöhung der Prämie muss auch diese außerordentliche Kündigung innerhalb eines Monats nach der Regulierung oder Ablehnung erfolgen. Zu diesem Schritt ist allerdings auch Ihre Versicherung berechtigt.

Der Tod eines geliebten Freundes und Haustieres ist immer eine schlimme und traurige Angelegenheit, beendet aber nachhaltig alle bestehenden Verträge, deren Gegenstand der vierbeinige Freund ist. Teilen Sie den Todesfall umgehend der Versicherung mit. In jedem Fall werden Beiträge, die zu viel kassiert wurden, erstattet.

Hundeversicherung kündigen: Hunde-OP- und Hundekrankenversicherung

Was für die Hundehaftpflicht gilt, gilt auch für jede andere Hundeversicherung. Für eine ordentliche Kündigung der Hundekrankenversicherung reicht in der Regel eine Einhaltung der üblichen Kündigungsfrist von drei Monaten zum Vertragsende. Natürlich sind Sie berechtigt, die Kündigung bereits vorher mit Verweis auf das kommende Vertragsende einzureichen. Sie erlangt aber natürlich erst auch zu dem Vertragsende Gültigkeit. Sobald eine bestehende Versicherung aufgelöst ist, können Sie eine neue abschließen. Achten Sie also zum Schutze Ihres Haustieres darauf, dass nach Möglichkeit keine Lücke im Versicherungsschutz entsteht.

Im Falle einer Krankenversicherung des Hundes können Sie – wie bei der Hundehaftpflicht – den Vertrag innerhalb eines Monats auflösen, wenn die Versicherung die Beiträge erhöht. Allerdings ist die Versicherung berechtigt, diese Beiträge zu steigern, wenn sie auch den Leistungskatalog erweitert. Achten Sie also auf Briefe der Versicherung. Nicht alle sind Werbung. Und die Kündigungsfrist auf Grund einer Beitragserhöhung beträgt nach Bekanntgabe der Erhöhung nur einen Monat. Danach erlangt die Erhöhung Rechtsgültigkeit und wurde von Ihnen akzeptiert.

Bild: freeimages.com – shho