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Hundebesitzer haften auch bei Abwesenheit

Wer einen Hund in seiner Obhut hat, bei dem kann es trotz bester Erziehung passieren, dass das Tier einen Schaden verursacht. Deshalb ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung eine Versicherung, die der Hundehalter unbedingt haben sollte. Schon alleine aus dem Grund, dass der Hundebesitzer nur beschränkten Einfluss auf das Tier hat, sollte eine Police abgeschlossen werden. Außerdem gibt es einige Bundesländer, in denen die Tierhalter-Haftpflichtversicherung Pflicht ist.

Hundehaftpflichtversicherung: eine sinnvolle Police?

Ein Hundebesitzer braucht einen besonderen Versicherungsschutz, wie das Oberlandesgericht Celle (Az. 20 U 38/11) bestätigt. Es handelt sich zwar um einen Einzelfall, der noch nicht rechtskräftig ist, aber er zeigt deutlich auf, wie wichtig eine Hundehaftpflichtversicherung ist. Selbst wenn das Tier sich nicht in unmittelbarer Reichweite des Halters befindet, kann dieser für eventuell auftretende Schäden zur Rechenschaft gezogen werden. Eine private Haftpflichtversicherung tritt beim Schadensfall durch ein Tier nicht ein, ein Hundebesitzer braucht eine eigene Hundehaftpflichtversicherung.

Der Halter trägt die ganze Verantwortung

Das Celler Urteil hat einem Tierarzt Recht gesprochen, der eine Hundebesitzerin auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt hatte. Der Hund war aus einer Narkose wach geworden und hat den Tierarzt gebissen. Der Arzt war in Sorge wegen seiner Arbeitsfähigkeit und hat Klage erhoben und zwar erfolgreich. Die Begründung lautete: Auch wenn der Halter nicht anwesend war, kann er dennoch für Schäden, die das Tier verursacht, regresspflichtig gemacht werden. Nur wenn der zu Schaden gekommene – oder andere Dritte – durch ein Fehlverhalten einen Schaden erlitt, wird die Haftung beschränkt.

Hundehaftpflicht ist in manchen Bundesländern Pflicht

In einigen Bundesländern ist für den Hundehalter eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung bereits Pflicht. Tritt ein Schaden ein, so können bis zu 10.000 Euro an Strafe fällig werden, wenn eine Hundehaftpflicht fehlt. Die Bundesländer, in denen die Versicherungspflicht besteht, sind Berlin, Niedersachen, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Thüringen und Schleswig-Holstein.

Wer Katzen oder andere Kleintiere in der Obhut hat, braucht sich weniger Sorgen um die Versicherungspflicht zu machen. Verursachen diese Tiere einen Schaden, so übernimmt in aller Regel die private Haftpflichtversicherung den Schaden. Auch wer Tiere einmalig in Obhut hat, kann sich bei einem Schaden eventuell auf seine eigene Privathaftpflicht verlassen. Dazu sollte aber die Versicherungspolice geprüft werden.

Vergleich Hundehaftpflicht

Bild: A. Wedel / pixelio.de